Früherkennungsuntersuchungen des Milchgebisses

Insbesondere bei der Prävention gegen Karies bei Kindern gilt: Umso früher, desto besser!
Im Alter von etwa sechs Monaten bereits beginnt beim Säugling der Zahndurchbruch mit den ersten Schneidezähnen, mit etwa zweieinhalb Jahren dann ist beim Kleinkind das Milchgebiss zumeist schon vollständig entwickelt. Frühkindliche Prävention bedeutet Vorsorge gegen Zahnschäden Ihrer Kleinsten schon vom ersten Zahn an! Daher auch sieht die seit 2016 bestehende Neuregelung der zahnärztlichen Individualprophylaxe mehrere Früherkennungsuntersuchungen schon zwischen dem 6. – 30 Lebensmonat vor, um eben während der gesamten Milchgebissentwicklung frühkindliche Karies einerseits, andererseits aber auch sich ggf. abzeichnende Zahnfehlstellungen konsequent abzuwenden. Diese Untersuchungen sind zukünftig auch im zahnärztlichen Kinderpass einzutragen, der dann zusammen mit dem gelben kinderärztlichen Untersuchungsheft, in dem alle kinderärztlichen U-Untersuchungen dokumentiert werden, geführt wird.
Natürlich erfolgt der Ablauf einer solchen frühkindlichen Untersuchung unter Einbeziehung zumeist der Mutter als Bezugsperson kindgerecht und spielerisch, angepasst an die jeweilige kleinkindliche Entwicklungsstufe. Darüber hinaus erhalten hier die Eltern auch Informationen über Risikofaktoren für die Entstehung von Karies im Milchgebiss, die richtige Zahnpflege, Fluoridierungsmaßnahmen und ggf. auch Tipps, um ungünstige Lutschgewohnheiten bei ihren Zöglingen abzustellen. Eventuell vorhandene Zahndefekte werden mit diesem Konzept rechtzeitig diagnostiziert und weitere Schäden möglichst abgewendet. Im Falle ausgeprägter Zahnfehlstellungen oder Auffälligkeiten bei der Sprach- und Lautbildung können unsere jüngsten Patienten schon im Frühstadium einer kieferorthopädischen oder logopädischen Betreuung zugeführt werden.
Im Idealfall ist eine Behandlung natürlich gar nicht erst erforderlich, und die Kinder gewöhnen sich bereits sehr früh und stressfrei an Untersuchungen beim Zahnarzt.

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